Die Bedeutung von Social Software wächst. Das zeigte auch der Kongress Digital Life Design (DLD) Ende Januar 2009 in München, eine Veranstaltung von Hubert Burda Media. Die Teilnehmer wählten soziale Netzwerke als wichtigsten Trend des Jahres, weit vor Cloud Computing und Green IT. Auf der DLD waren Vordenker der Technologie- und Medienbranche versammelt, darunter Google-Managerin Marissa Mayer und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
Auch die Analysten von Forrester Research prophezeien dem Markt für Social Software eine glänzende Zukunft. Denn immer mehr Unternehmen nehmen Geld in die Hand, um über Wikis, Blogs oder soziale Netzwerke nach innen oder außen zu kommunizieren. Dem „Global Enterprise Web 2.0 Market Forecast“ zufolge wächst der weltweite Markt für Web 2.0-Technologien bis zum Jahr 2013 auf rund 4,6 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: 2008 waren es laut Forrester Research rund 764 Millionen US-Dollar. Der Großteil der Summe wandert demnach in Social Networks.
Als Social Software bezeichnet man Anwendungen, die Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit im Internet unterstützen. Sie dienen dem aktiven Austausch von Meinungen, Informationen und Erfahrungen, der sozialen Vernetzung in Gruppen (Many-to-Many-Kommunikation) und der gemeinsamen Erstellung elektronischer Inhalte. Mit dem Web 2.0 kommen neue Applikationen wie Blogs, Wikis oder Social Bookmarking hinzu.