DiggIt! Del.icio.us Furl It Spurl! TechnoratiFaves folk it! Google Bookmark Wikio Share on Facebook Wong It! oneview - das merk ich mir! Diese Nachricht bei Webnews einstellen Save to Yahoo! My Web
Azlan IBM RSS Abo
Home > Lösungen > BPM > Relevanz von SOA

Investitionen, die sich lohnen

Service-orientierte Architektur (SOA) ist ein längerfristiges IT-Konzept, das Geschäftsabläufe optimiert, Kosten spart und Business sowie IT näher zusammenbringt. Investitionen in eine Service-orientierte Architektur lohnen sich daher auch für den Mittelstand.

Geschwindigkeit und Agilität sind im globalen Wettbewerb zwei tragende Säulen für den Erfolg von Unternehmen. Nur wer sich schnell an veränderte Marktsituationen und Kundenansprüche anpassen kann, wird den entscheidenden Schritt voraus sein. Basis dafür ist eine leistungsfähige, flexible IT, die alle Geschäftssysteme miteinander verknüpft. Denn der Markt verlangt immer kürzere Reaktionszeiten, um informationstechnische Strukturen aufzubauen und anzupassen. Krankt die IT, so ist auch das Unternehmen nicht mehr leistungsfähig.

Bisherige Lösungen kommen aufgrund der stark ansteigenden Komplexität von verteilten IT-Systemen an ihre technische und ökonomische Leistungsgrenze. SOA als langfristiges Paradigma fördert hingegen die Wandlungsfähigkeit der Unternehmens-IT, indem sie vorhandene Software-Dienste (Services) flexibel kombiniert und strikt an den Business-Anforderungen ausrichtet. Damit schafft SOA die Grundlage für eine höhere Agilität des Unternehmens.

Zudem senkt eine Service-orientierte Architektur die IT-Kosten, da ein Unternehmen vorhandene Services mehrfach verwenden und so Doppelentwicklungen vermeiden kann. Weil sich IT-gestützte Prozesse einfacher ändern lassen, reduzieren sich auch die Entwicklungskosten. Zudem schafft SOA die Voraussetzungen, um IT-Services, die außerhalb des Kerngeschäfts liegen, günstiger zu beziehen und einfacher in die bestehende Infrastruktur zu integrieren.

Unternehmen brauchen eine individuelle SOA-Lösung

Auch wenn der Geschäftsnutzen klar auf der Hand liegt, muss jedes Unternehmen individuell für sich entscheiden, ob eine Investition in SOA sinnvoll oder notwendig ist. Die Frage stellt sich: Ist SOA auch für mittelständische Unternehmen relevant? Während Großunternehmen finanziell stark genug sind, auch umfangreichere SOA-Initiativen zu starten, stehen kleinere Unternehmen unter höherem Kostendruck. Ebenso fehlt oft die nötige Personalstärke, um das entsprechende fachliche Know-how aufzubauen und die Rollen im damit verbundenen Veränderungsprozess zu besetzen. Doch SOA ist nicht primär eine Frage der Unternehmensgröße. Wesentliche Kriterien für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema liegen in den Bereichen Markt, Unternehmen und IT.

Kriterien für den SOA-Einsatz

Markt

Service-orientierte Architekturen sind insbesondere für solche Unternehmen interessant, die in einem dynamischen und sich schnell wandelnden Markt operieren. Dies können Märkte sein, die häufig gesetzliche Änderungen umsetzen müssen, die von einem hohen Wettbewerbsdruck geprägt sind oder in denen sich Preise, Produkte und Dienstleistungsangebote schnell ändern. Letzteres gilt insbesondere für Märkte, in denen das Internet und B2B-Szenarien neue Geschäftsmodelle ermöglichen oder erzwingen. Beispiele sind Online-Auktionen, Online-Banking oder der Abschluss von Versicherungen via Internet.

Unternehmen

Heute erfolgen immer mehr Dienstleistungen nicht mehr über persönliche Kommunikation, sondern über eine reine IT-gestützte Maschinenkommunikation. Dazu müssen Services, die bisher nur unternehmensintern relevant waren, über Unternehmensgrenzen hinweg verfügbar sein. Aus Sicht der Unternehmen ist SOA also dann relevant, wenn an der Abwicklung von Unternehmensprozessen Partner und Kunden beteiligt sind. Gleiches gilt für den Fall, dass Zulieferer mit ihrer IT stärker in die Wertschöpfungsketten ihrer Auftraggeber eingebunden werden, um die Durchlaufzeiten zu optimieren.

SOA bietet sich auch für Unternehmen an, die durch Zukäufe von Firmen wachsen. Denn durch Fusionen von Unternehmen entstehen häufig funktional redundante, heterogene Software-Landschaften. Unternehmen, in denen sich die IT durch fachlich orientierte Services auszeichnet, die sich bei Bedarf neu kombinieren lassen, können ihre IT wesentlich schneller und kostengünstiger konsolidieren oder erweitern, indem sie neue Services in die vorhandenen Geschäftsprozesse integrieren.

IT

SOA ist vor allem dann relevant, wenn ein Unternehmen und dessen Geschäft maßgeblich von der IT abhängig sind. Ist dies nicht der Fall, dürften Investitionen in eine SOA kaum durchzusetzen und wenig sinnvoll sein. Dies trifft hauptsächlich auf Kleinunternehmen zu. Bei mittelständischen Unternehmen ist individuell zu untersuchen, inwieweit Änderungen der IT das Geschäft positiv beeinflussen können. Bei Großunternehmen stellt sich diese Frage in der Regel nicht. Werden die Geschäftsprozesse maßgeblich durch die IT unterstützt, ist die Beschäftigung mit SOA obligatorisch – dies umso mehr, wenn die IT darüber hinaus strategische Bedeutung für das Unternehmen hat.

Auf IT-Ebene ist SOA besonders dann relevant, wenn eine sehr heterogene IT-Landschaft existiert und Anwendungen auf Basis unterschiedlicher Technologien miteinander kommunizieren müssen. Für die meisten Unternehmen wird die Auseinandersetzung mit dem Thema SOA aktuell, wenn Modernisierungsprojekte oder Neuentwicklungen in der IT anstehen.

Investitionssicherheit und Flexibilität

Das Ziel einer Service-orientierten Architektur ist letztlich die Optimierung des gesamten Systems. Das Konzept SOA lässt jedoch auch die Umstellung einzelner Teilbereiche der IT in kleinen Schritten zu und bietet damit Investitionssicherheit. Davon profitieren insbesondere mittelständische Unternehmen mit eingeschränkten Budgets und kurzem Return on Investment (ROI).

Das Besondere des SOA-Ansatzes ist die direkte Unterstützung betriebswirtschaftlicher Abläufe durch Software-Services, die wiederum Prozessketten im Sinne der Wertschöpfung durchlaufen. Ändern sich Geschäftsabläufe innerhalb des Unternehmens oder in globalen Wertschöpfungsnetzen, so lassen sich die begleitenden Software-Komponenten im Baukastenprinzip mit vergleichsweise einfachen Mitteln neu zusammenstellen. Damit können Unternehmen jeder Größe zugleich Flexibilität und Wirtschaftlichkeit steigern.