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Marktchancen Social Software

Das Potenzial für Social Software wächst. Ihre Chancen auch.

Marktforscher und Analysten prognostizieren dem Markt für Social Software eine glänzende Zukunft. Hier eine Übersicht aktueller Studien.

Dass die Bedeutung von Social Software stetig steigt, zeigte auch der Kongress Digital Life Design (DLD) Ende Januar 2009 in München, eine Veranstaltung von Hubert Burda Media. Die Teilnehmer wählten soziale Netzwerke als wichtigsten Trend des Jahres, weit vor Cloud Computing oder Green IT.

Der Markt für Social Software ist schon da.

Web 2.0-Anwendungen wie Social Networks, Blogs, Twitter oder Wikis verändern die privaten Internetgewohnheiten rasant und damit auch die von Mitarbeitern oder Kunden. Diesen Trend erkennen immer mehr Unternehmen. Sie setzen zunehmend Social Software ein, um nach innen oder außen zu kommunizieren sowie die Zusammenarbeit zu verbessern. In den kommenden Jahren werden sie dafür viel Geld investieren, vor allem in Social Networks.

Zu diesem Ergebnis kommen auch die Analysten von Forrester Research in ihrer Studie „Global Enterprise Web 2.0 Market Forecast“. Demzufolge wächst der weltweite Markt für Web 2.0-Technologien bis zum Jahr 2013 auf rund 4,6 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: 2008 waren es laut Forrester Research rund 764 Millionen US-Dollar. Gerade Konzerne geben bereits jetzt viel Geld für Web-2.0-Anwendungen aus: Rund 60 Prozent der befragten Großunternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern im europäischen und amerikanischen Raum investierten in Social Software.

Bei den kleineren Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern erwägt bereits rund ein Drittel eine zeitnahe Investition ins Web 2.0. Derzeit bremsen laut Forrester rechtliche und Sicherheitsbedenken noch den flächendeckenden Einsatz von Social Software in Unternehmen. Doch Social Software werde sich wegen des großen Potenzials für Wissensmanagement und effiziente Kommunikation mittelfristig in den Unternehmen durchsetzen, so die Analysten.

Gemeinsam effizienter.

Blogs, Wikis & Co. erhöhen im Unternehmen die Effizienz und ermöglichen eine transparentere Arbeitsweise. Das bestätigt eine aktuelle Studie der Beratungsfirma Dynamic Markets im Auftrag von AT&T unter 2.500 Arbeitnehmern aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden, die im Arbeitsalltag Social Software verwenden. Demnach sind 65 Prozent der befragten Angestellten davon überzeugt, dass sie damit effizienter arbeiten. 46 Prozent glauben, dass die Nutzung von Social Software ihre individuelle Kreativität fördert, und 32 Prozent sehen Vorteile in der einfacheren Teambildung und besseren internen Zusammenarbeit.

Bei den Anwendungen dominieren im europäischen Arbeitsalltag firmeneigene Plattformen zur Zusammenarbeit im Intranet (39 Prozent) und Foren innerhalb des Unternehmens (20 Prozent). Der AT&T-Studie zufolge sind aber auch Online-Netzwerke wie LinkedIn und Facebook (15 Prozent) sowie Kooperations-Tools wie Wikis und interne Blogs (jeweils 11 Prozent) im Einsatz. Die Befragung ergab zudem, dass die Nutzung sozialer Netzwerke im Arbeitsalltag von Unternehmen in Deutschland mit 72 Prozent am stärksten verbreitet ist, während Großbritannien mit 59 Prozent dieser Entwicklung hinterherhinkt.

Gemeinsam schneller und flexibler.

Mitte 2008 haben der Branchenverband BITKOM und Oracle in einer Studie eine geringere Zahl an deutschen Unternehmen ermittelt, die mit Web 2.0 arbeiten. An der Studie nahmen über 400 Unternehmen aus verschiedenen Branchen teil. Demnach setzte 2008 etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen Blogs, Wikis oder Social Networks ein. 60 Prozent der Firmen wollen diese Technologien künftig ausbauen und mehr als 80 Prozent der Unternehmen meinen, Social Software werde weiter an Bedeutung gewinnen.

Der Studie zufolge haben zwei Drittel der Unternehmen, die Social Software einsetzen, positive Erfahrungen gemacht. Sie können jetzt über Wikis oder Blogs Informationen schneller und einfacher recherchieren und damit besser auf neue Markttrends reagieren. Außerdem vereinfachte sich in den Firmen die Zusammenarbeit über Abteilungs- und Standortgrenzen hinweg, Arbeitsprozesse werden nun dokumentiert und dadurch transparenter, Experten für bestimmte Themen sind seitdem schneller zu finden.

In der Studie wurde auch deutlich, welche Gründe derzeit im Einzelfall gegen eine Einführung von Web-2.0-Anwendungen sprechen. So ist einigen Unternehmen der Nutzen unklar. Zudem fürchten sie Sicherheitsrisiken und einen zu hohen Aufwand. Trotz dieser Bedenken sind sich alle Analysten und Marktforscher einig: Mittel- bis langfristig wird kein Unternehmen für die interne und vor allem externe Kommunikation ohne Social Software auskommen, wenn es erfolgreich sein will.